Antwort eines Quartiersarbeiters auf das Gutachten über die Quartiersarbeit
Sehr geehrte Damen und Herrn,
hier eine Antwort eines Quartiersarbeiters, der seit über 20 Jahren im Rieselfeld arbeitet auf das Gutachten über die zukünftige Konzeption der Quartiersarbeit in Freiburg
Ausgangslage: Ziel war eine Untersuchung von con_sens, gemeinsam mit den Akteuren ein quartiersbezogenes Leistungsprofil zu entwickeln.
Als großer Wurf wurde nun die „Rekommunalisierung“ der Quartierarbeit präsentiert, jedoch unterfüttert mit fachlich falschen Argumenten.
Als ein Hauptkritikpunkt wird immer wieder der „Wildwuchs“ der Träger in den Quartieren genannt.
- Warum so viel Angst vor Vielfalt? Freiburg kann froh sein, dass seine Stadtteile und Quartiere so vielfältig sind und so viel Heterogenität in der Stadt beheimatet ist. Der Gegensatz zu Wildwuchs ist ein „Stutzgarten“. Diese Vielfalt drückt sich natürlich auch in den gewachsenen Stadtteilvereinen aus, die sich teilweise seit 20, 30 Jahren aus und mit der Quartiersarbeit entwickelt haben. Die verschiedenen Quartiere mit ihren unterschiedlichen Milieus bearbeiten die Themen, die sich aus ihrem Quartier ergeben, mit ihren Strukturen und Methoden. Das ist gut so und deckt sich mit dem Verständnis von Gemeinwesen-/Quartiersarbeit.
Gabi Rolland und Team fragen Menschen in Freiburg, wann diese flüchten würden