Wir sind entsetzt angesichts der Schneise der Zerstörung im Dietenbachwald, in ausgerechnet genau dem Jahr, in dem global die 1,5 Grad‐Grenze geknackt wurde. Seit Tagen wird gerodet. „Green City“ steht das denkbar schlecht zu Gesicht, sie sollte besser nennenswert entsiegeln statt Bäume fällen zu lassen, wo es andere Lösungen gäbe.
Wir möchten im Rahmen der Gemeinderatswahl Kandidierende mit Rieselfeldbezug vorstellen. Heute sprechen wir mit Christian Zissel, der für Freiburg Lebenswert antritt. Er ist 42 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und ist von Beruf: Kinderarzt in einer Gemeinschaftspraxis. Er ist engagiert beim Aktionsbündnis Hände weg vom Dietenbachwald.
Etappenerfolg für Hände weg vom DietenbachWALD!: Stadt Freiburg verschiebt Rodungspläne für die Gasleitung auf Oktober Freudentag für den Artenschutz: Dietenbachwald übersteht die aktuelle Rodungssaison ohne Zerstörungen! Gerichtsentscheid des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg in Mannheim steht weiterhin aus Ein Freudentag für den Artenschutz! Das Aktionsbündnis Hände weg vom DietenbachWALD! hat einen wichtigen Etappenerfolg errungen: Die Stadt Freiburg hat dem Bündnis mitgeteilt, dass der Dietenbachwald die laufende Saison ohne Rodungen überstehen wird. „Es ist ein Freudentag für unseren Wald und den Artenschutz!“, sagt Christian Zissel, Sprecher des Aktionsbündnisses Hände weg vom DietenbachWALD! „Wir begrüßen die Entscheidung der Stadt, in dieser Rodungssaison keine Bäume zu fällen und fordern Verwaltung und Gemeinderat auf, die Zeit zu nutzen, um durch Umplanungen den Wald zu schützen. Wohnraum schaffen und unsere natürlichen Ressourcen erhalten – das kann Hand in Hand gehen! Freiburg braucht beides.“ Weiter betont Zissel:
Die Stadt schreibt es selbst: „Was jedoch noch schneller und besser [gegen den Klimawandel] hilft und langfristig nachhaltiger ist: Bestehende Wälder schützen und stärker gegen Abholzung vorgehen.“1 Das Rieselfeld ist bereits heute ein Freiburger Hotspot, der geplante Riesenstadtteil Dietenbach wird es auch sein. Ein paar stehen gelassene Bäume zwischen den Stadtteilen haben in der Hitze der nächsten Jahrzehnte kaum Überlebenschancen2. Zuerst sollte der Wald ganz weg. Doch sowohl Fachgutachten als auch Regierungspräsidium teilten die Auffassung, dass das Langmattenwäldchen zu erhalten ist. Erst auf diese Kritik hin plante die Stadt einige Bäume zurück auf's Papier. Lange wurde so getan, als ob...
Politik mit kaltem Herz gegen den DietenbachWALD Neue Flugblattaktion für die Rettung der Bäume „Das kalte Herz“ ist ein Märchen von Wilhelm Hauff. Es erzählt die Geschichte von Peter Munk, der um materieller Vorteile Willen sein warmes Herz gegen einen kalten Stein in seiner Brust eintauscht. Zurzeit wird eine Bühnenversion im Theater Freiburg aufgeführt. Die Initiatoren des Protests sehen Parallelen zur Geschichte der geplanten Abholzung des DietenbachWALDes: Beim Bau von Wohnungen bleibt das Mitgefühl mit der Natur auf der Strecke. Daher haben sie ein neues Flugblatt gestaltet, das jetzt nach jeder Aufführung von Hauffs Märchen an das Theaterpublikum verteilt wird. Die Resonanz ist...