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Aktuelles aus dem Rieselfeld

Hände weg vom Dietenbach

Die letzte Eiche fällt im Langenmattenwäldchen

DietenbachWALD: Eine persönliche, bittere Bilanz

Eine Woche vor Weihnachten wurde die Rodung von mehr als zwei Hektar DietenbachWALD vollendet: Die Motorsäge heulte, ein Bagger drückte, und krachend stürzte eine mehr als zweihundert Jahre alte Eiche zu Boden. Sie war die letzte ihrer Art, die den Baumaschinen im Weg stand. Zuvor waren die letzten Baumhäuser unter einem Großaufgebot der Polizei samt Spezialeinsatzkommando geräumt worden. Bewohner von Freiburg standen fassungslos daneben, viele mit Tränen in den Augen.
Eine einzige alte Eiche ist Lebensraum für mehr als eintausend(!) Tierarten, von der Hirschkäferlarve im Wurzelstock bis zur Haselmaus in der Baumhöhle. Aber was zählt der Lebensraum bedrohter Arten, wenn...

Baumfällarbeiten am Langenmattenwäldchen

Rodung des Langenmattenwäldchens hat begonnen

Wie nach der Allgemeinverfügung: Sperrung eines Teils des Langmattenwalds ab 7. Dezember erwartet, wurde ab dem Samstag, den 8.12.2024 erst der Langenmattenwald geräumt und dann wurden auch gleich schon die ersten Bäume gefällt. Das Aktionsbündnis "Hände weg vom Dietenbachwald" und Baumbesetzer*innen sind mit einer Mahnwache weiterhin vor Ort und demonstrierten für einen Rodungsstopp. Die Rodung wird landesweit beachtet und darüber berichtet. Weitere Infos:

Portrait Christian Zissel

Interview mit Christian Zissel, engagiert für den Dietenbachwald

Wir möchten im Rahmen der Gemeinderatswahl Kandidierende mit Rieselfeldbezug vorstellen. Heute sprechen wir mit Christian Zissel, der für Freiburg Lebenswert antritt. Er ist 42 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und ist von Beruf: Kinderarzt in einer Gemeinschaftspraxis. Er ist engagiert beim Aktionsbündnis Hände weg vom Dietenbachwald.

Wieso kandidieren Sie für den Gemeinderat?

Blick auf die Rücken von Zuschauenden, die den Saal gefüllt haben auf die Leinwand an der Bühne auf der der Dietenbachwald gezeigt wird.

Wie stehen Kandidierende zum DietenbachWALD?

Am 9. Juni wird in Freiburg ein neuer Gemeinderat gewählt. Auch dieses Gremium wird sich intensiv mit dem Bau des neuen Stadtteils Dietenbach beschäftigen müssen; und mit der Frage, ob dafür wirklich mehr als vier Hektar Wald vernichtet werden sollen. Das war Anlass für den BürgerInnenVerein Rieselfeld und das Aktionsbündnis „Hände weg vom DietenbachWALD“, Kandidierende verschiedener Wahllisten zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ins Glashaus einzuladen. Moderator Florian Kech gelang es hervorragend, sie alle untereinander und mit vielen Gästen ins Gespräch zu bringen.
Auf der Leinwand das Luftbild des gesamten Waldes, um den es geht: Nicht nur um einen Teil des Langmattenwäldchens im Westen, sondern um mehrere Waldstücke zwischen dem Bollerstaudenweg und der Tel Aviv-Yafo-Allee im Osten. Welche Bedeutung dieser Wald für Menschen und Tiere hat, wurde in der Kurzversion von Sarah Molls Film „Das Kleinod“ deutlich:

Rote Linie - Aktion am Dietenbachwald

Die Rote Linie - Hände weg vom Dietenbach-Wald

Aktion am 19.07.2023 an der Mundenhofer Straße: Freiburg baut einen neuen Stadteil. Im Westen der Stadt sollen 6.900 Wohnungen gebaut werden, auf einer Fläche von 152 Hektar. Vier Hektar davon sind wertvoller, artenreicher Wald. Er soll abgeholzt werden. – Das darf und muss nicht sein!
Der Bau der Wohnungen samt Infrastruktur für die 16.000 Menschen, die einst in Dietenbach wohnen sollen, ist auch ohne großflächige Rodungen möglich. Es geht um gerade mal drei Prozent der gesamten Fläche! Die können ohne Verzicht auf Bauvorhaben ausgespart werden. Stadtverwaltung und Gemeinderat müssen es nur wollen! Weitere Informationen zur Aktion auf...

Gefällter Baum

Hände weg vom DietenbachWALD - Baumfällungen und Aktionen

Kettensägen im DietenbachWALD: Behörden sehen keine Probleme
Die mehr als 250 Jahre alte Eiche war kurz vor Ostern das erste Opfer im DietenbachWALD . Aber nicht das Letzte. Im Juni wurden weitere sechzehn große Bäume geschlagen, überwiegend Eschen. Alle auf einer privaten Waldfläche. Es geht also weiter mit den Rodungen im DietenbachWALD, ehe die Stadt die Grundstücke übernimmt. Möglicherweise schon bald an anderer Stelle. Möglicherweise an Stellen, die für die Bebauung gar nicht vorgesehen sind. Denn die Stadt zahlt für alle Grundstücke denselben Preis, ob mit oder ohne Bäume. Ein Beweis für die Geringschätzung dieses lebendigen Stücks Natur: „Ob intensiv genutzter Acker oder artenreicher Wald – alles dasselbe“. Eine Einschätzung, die übrigens auch...